Digitalisierung

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Wie bei vielen anderen Themen hat die Corona-Krise auch bei der Digitalisierung wie ein Brennglas alle schon lange vorhandenen Probleme deutlich gemacht. Der Ausbau eines funktionsfähigen, bezahlbaren Breitbandnetzes muss mit allen Möglichkeiten vorangetrieben werden, um allen eine Teilhabe am digitalen Fortschritt zu ermöglichen. Immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen und arbeiten mit immer größerer Selbstverständlichkeit mit digitalen Medien. Handelt es sich bei digitalen Medien um eine Weiterentwicklung von etwas, das bereits vorhanden war? Oder betreten wir auch hier immer wieder „Neuland“? Wie bei allen technologischen Entwicklungen ist auch beim digitalen Wandel nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Maschine zu fragen, nach den Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Technik. Bildung als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe kommt dabei eine tragende Rolle zu. Fragen zur Digitalisierung in der Bildung wurden in Deutschland lange nur am Rande oder gar nicht behandelt. Mittlerweile hat sich das geändert. Wir sehen aktuell nicht einen Hype, sondern geradezu eine Hysterie. Die Forderung, Bildung müsse digitaler werden, ist allgegenwärtig. In begrenzter Hinsicht mag die Digitalisierungseuphorie begründet sein. Sie wird durch die Corona Krise noch verstärkt. Um digitalen Unterricht für alle Schüler*innen zu ermöglichen braucht es neben dem Netzausbau vor allem die Bereitstellung von Endgeräten. Nur wenn alle Kinder die gleichen Ausgangsvoraussetzungen in Form von einem stabilen Netzzugang und einem Laptop, Computer oder Tablet haben, können sie uneingeschränkt an digitaler Bildung teilhaben. Digitalisierung betrifft aber nicht nur die schulische Bildung. Durch fortschreitende Digitalisierung erfolgt ein Wandel in der Arbeitswelt. Wir befinden uns bereits in einer Transformation der Arbeit, die vom – Ausmaß und der Bedeutung her mit der industriellen Revolution 1815zu vergleichen ist. Die wesentliche Aufgabe hier ist es neben den technischen Voraussetzungen in Form eines Netzausbaus die Sicherung von Arbeitsplätzen zu erreichen. Dies erfordert ein Angebot von Qualifizierungsprogrammen, durch die Arbeitnehmer*innen für die Arbeit von morgen geschult werden. Daher fordere ich: •stabile,bezahlbareBreitband-und/oderGlasfasernetze •DigitalisierunginSchulenstärkenundausbauen• digitaleEndgerätegehörenzudenLehrmitteln• QualifizierungsprogrammefürArbeitnehmer*innen•gleiche Bildungschancen für alle 

Birgit Onori
c/o DIE LINKE. Velbert
Offerstraße 14a
42551 Velbert