Kinderarmut

Die Kinderarmut hat allein in Velbert-Mitte einen alarmierenden Stand von 20 % erreicht. Die Folgen von Armut sind gesellschaftlich sowie auch gesundheitlich nicht tragbar. Menschen die in ihrer Kindheit bzw. Jugend Armut erfahren haben, sind häufiger von Psychosen oder anderen geistigen Krankheiten betroffen. Die soziale Benachteiligung wiegt noch schwerer. Von Armut betroffene Menschen haben einen schweren Zugang zur Bildung. Das Geld reicht oftmals nicht für Schulbücher, Nachhilfeunterricht, Schulausflüge usw. Selbst mit der Unterstützung des Staates haben viele Familien Probleme ihren Kindern ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen. Es herrscht keine Chancengleichheit. In den Bereichen Bildung und Karriere wird deutlich, dass die Größe der Brieftasche und der „soziale“ (sprich ökonomischer) Hintergrund eine erhebliche Rolle spielt. Die Aufstiegschancen im späteren Beruf und die Chance mehr Geld als die eigenen Eltern zu verdienen ist für Kinder die in Armut aufwachsen wesentlich geringer. Wer einmal im Teufelskreis der „sozialen“ Benachteiligung ist, kommt nur schwer wieder heraus. Wer auf Grund fehlender Bildungschancen mit schlecht bezahlter Arbeit in prekären Verhältnissen seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, ist dazu gezwungen seine Kinder in gleichen Umständen leben zu lassen und gibt damit die Armut weiter. Ist das Geld knapp ist auch eine kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben so gut wie unmöglich. Ich fordere daher: • kostenlose Freizeit- und Kulturangebote • kostenlose Ferienbetreuung • kostenlose Monatstickets für Kinder und Jugendliche im ÖPNV. 

Birgit Onori
c/o DIE LINKE. Velbert
Offerstraße 14a
42551 Velbert